Chacchoben

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Die größte Mayasiedlung in der Region der Seen.

Die Bewohner der Region, die die Sprache der Maya sprechen, bezeugen, dass der Name des Ortes auf „gefärbten Mais“ hinweist, aber es ist unbekannt, wie der Ort ursprünglich hieß. Der Forscher Peter Harrison, der diesen Ort als erster erwähnte, nannte ihn "Lázaro Cärdenas“, wie das Ejido in dem er sich befindet: in der Region der Seen im Süden Quintana Roos.

Die Stadt Chacchoben fand ihren Ursprung in der späten Frühklassik (200 v.Chr.), als sich kleine Gruppen an der Lagune der Acht (Laguna del Ocho) und an der des Chacchoben niederließen. In der frühen Klassik (300 – 600 n.Chr.) erreichte der Ort seine Blüte und es wurden die meisten Gebäude errichtet. Gegen 700 n.Chr. nahmen die konstruktiven Aktivitäten ab, bis die Stadt dann buchstäblich verlassen wurde, um dann teilweise in der späten Nachklassik wieder bewohnt zu werden.

Die Stadt Chacchoben ist die größte Fundstätte in der Region der Seen. Sie erstreckt sich über 70 Hektar und beinhaltet Gebäudekomplexe und Strukturen aller Größen. Unter Ihnen sticht besonders der Große Sockel (Gran Basamento), der Trakt (Las Vías) und dir Gruppe II, die das größte Gebäude der Anlage stellt, hervor.

Der Große Sockel muss der Hauptschauplatz der zeremoniellen Aktivitäten gewesen sein, sowohl religiöser Rituale als auch Handlungen, die der öffentlichen Ordnung dienten. Über einer der langen Treppen, über die man den Sockel betreten kann, erhebt sich das Monument 1, welches als Kalender, der sich an den Tag-und-Nacht-Gleichen und den Sonnenwenden orientierte, und wahrscheinlich die einzelnen Phasen der Landwirtschaft untergliederte.

Der Komplex, welcher sich Las Vías nennt, war der Wohnbereich der Oberschicht. Im Inneren können flache Plattformen aus Bruchsteinmauerwerk bewundert werden, auf denen die Zimmer nach oben hin in leicht vergänglichen Materialien fertig gestellt wurden.

Die Gruppe II wurde noch nicht erforscht, aber die Mächtigkeit dieser Gebäude und das Muster seiner räumlichen Aufteilung deuten darauf hin, dass es sich hierbei um ein Gebäude handelt, das der öffentlichen Verwaltung und Wohnzwecken gedient hat.

Es wurden zwei Stelen mit hieroglyphischen Inschriften sichergestellt, dessen Texte praktisch unlesbar sind. Daher lässt es sich nur mutmaßen, dass Chacchboen eine Mayasiedlung mit Verbindung zu anderen Mayaorten der Region Petén war. Man leitet dies vom architektonischen Stil seiner Konstruktionen ab.

Chacchoben ist wegen seiner Flora und Fauna besonders interessant. Dies ergänzt den archäologischen Faktor, beispielsweise mit einer großen Anzahl von Tukanen, Singvögel, Zapotebäumen, Pfeigenbäume, Pfefferstrauch, Ramone, Chacas, Macauba-Palmen, weißen Zedern und amerikanischer Mahagonie.

Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag von 8:00 bis 17:00 Uhr
Eintrittspreise
46 pesos
Anreise

Der Kern der Siedlung befindet sich 85 Kilometer von der Stadt Chetumal und nur 3 Kilometer vom Dorf Lázaro Cárdenas entfernt. Die Hauptzufahrtsstraßen sind die Bundesstraße 307 zwischen Chetumal -Escárcega und die Bundesstraße 293 Chetumal – Mérida (Abkürzung). Die Fundstätte befindet sich neben der Landstraße. Dies macht die Anreise äußerst einfach

Galerie

Karte und adresse

mapa
Die Hauptverkehrswege, die zu diesem Ort führen, sind die Bundesstraße 307 Chetumal-Escárcega und 293 Chetumal-Mérida (der kürzere Weg). Sie erreichen die archäologische Ausgrabungsstätte 85 km nach der Stadt Chetumal und 3 km nach dem Ort Lázaro Cár